Seit ungefähr 3050 v. Chr. verehrt man sie in Ägypten. Bastet, die Gemahlin des Sonnengottes Re, Mutter des
Löwengottes Mahes und in gesonderten Überlieferungen auch Mutter von Nefertem und
Anubis, wird als die Göttin der Liebe, der Zeugungskraft, der Stärke und des Guten
bezeichnet. Ihre Aufgabe als Mondkatze war unter anderem bei Nacht die Sonne zu
bewachen und die Schlange der Finsternis, die Todfeindin der Sonne zu bekämpfen.
Am Anfang wurde sie oft mit einem Löwenkopf dargestellt und mit der Göttin Sachmet
gleich gestellt. Sachmet jedoch kann man als schlechtes ‚Sein’ von Bastet beschreiben.
Sie ist blutrünstig und stellt die zerstörerische Kraft der Sonne dar, während man
Bastet als die wohltuende Kraft der Sonne ansieht.
Doch erst im Mittleren Reich Ägyptens wurde die Katze zum heiligen Tier der Bastet
erklärt und später wurde sie nicht mehr mit einem Löwenkopf, sondern mit einem
Katzenkopf dargestellt. Bastet bekam weichere und freundlichere Gesichtszüge,
Frauen führten Musik und Tanz auf, es wurden Schiffsprozessionen und orgiastische
Zeremonien abgehalten.
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Bastet wird als Frau mit Tierkopf oder aber als ganzes Tier dargestellt. Bei der
katzenköpfigen Darstellung hält sie meistens das Sistrum, ein kultisches Instrument,
das die Finsternis vertreiben soll und eine Verbindung mit den Göttern Isis und Hathor bezeugt,
eine Schachtel, Ketten, ein junges Kätzchen als Zeichen der Muttergöttin oder ein Papyrusstab
als Zepter, das Symbol für ‚Gedeihen’ und Wappenpflanze Unterägyptens in dem Bubastis lag.
In Bubastis, der Hauptkulturstadt Bastets, befand sich auch ein riesiger Katzenfriedhof,
wo die meisten Katzen bestatten wurden.
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