Angesichts unzähliger toter Menschen, die bei dem Seebeben und darauffolgender Flutwelle ihr Leben verloren haben, fragt man sich auch, wie die Wildtiere dieser Region diese Naturkatastrophe erlebt, oder besser gesagt überlebt haben.
Während das volle Ausmaß der Katastrophe aus menschlicher Sicht noch nicht abzuschätzen ist, erstaunt die Tatsache, dass im größten Nationalpark Sri Lankas keine Tierkadaver gefunden wurden. Wie viele andere Gebiete Sri Lankas wurde auch der Yala National Park von den Fluten heimgesucht. In ihm leben zahlreiche Elefanten,
Leoparden, Bären und andere Tiere.
"Es gibt keine toten Elefanten, nicht einmal einen toten Hasen oder ein totes Kaninchen", äußerte sich H.D. Ratnayake, Vizedirektor der Naturschutzbehörde. "Ich glaube, die Tiere können Katastrophen spüren. Sie haben einen sechsten Sinn. Sie wissen es, wenn diese Dinge passieren."
Möglicherweise wären die Wildtiere die Katastrophe vorrausgeahnt und seien rechtzeitig in höherliegende Gebiete geflüchtet. Gleiches träfe wohl auch auf Meeressäuger wie Wale und Delphine zu, die sich in tiefere Gewässer zurückziehen könnten.
Mehr Sorgen mache man sich dagegen um die Korallenriffs in dieser Region. In diesem hochempfindlichen Ökosystem sei vermutlich ein größerer Schaden entstanden.
Quellen:n-tv.deSpiegel OnlineFocus onlineBBV-Net