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Der Jaguar
Panthera onca (Linnaeus, 1758)
Autor(in): Frank Huber

Bei dieser südamerikanischen Großkatze meint man jeden einzelnen Muskel sehen zu können - wenn nicht sogar fühlen zu können. Denn auch wenn man einen Jaguar nicht hautnah erleben kann, spürt man doch seine unbändige und auch ein wenig "mystische" Kraft. Doch all dies hat ihn nicht davor geschützt von den Menschen hemmunglos gejagt und aus seinem Lebensraum vertrieben zu werden. Was die Pelzindustrie in den 1960er Jahren begann, könnte der Kahlschlag der Regenwälder von heute zu Ende bringen. Mit dem Jaguar stirbt nicht nur eine wundervolle Großkatze langsam aus, sondern mit ihm gleich das artenreichste Ökosytem der Erde.
Verbreitungsgebiet / Lebensraum
Verbreitung Der Jaguar lebt in Mittel- und Süd-Amerika und ist in den verschiedensten Lebensräumen zu Hause: im Amazonas-Regenwald, im Buschland bis hin zu Küstenwäldern und - wenn auch selten - in offener Landschaft.
Unterarten
Panthera onca Onca
Panthera onca Arizonensis
Panthera onca Centralis
Panthera onca Goldmani
Panthera onca Hernadesi
Panthera onca Palustris
Panthera onca Paraguensis
Panthera onca Peruviana
Panthera onca Veraecrusis
Regenwald, Amazonas
Mexiko
Mittelamerika
Mexiko, Belize
Mexiko
Südbrasilien
Paraguay
Peru, Equador
Texas

Größe/Gewicht
Körperlänge:
Schwanzlänge:
Körperhöhe(bis Schulterblatt):
Gewicht:
100-190cm
45-75cm
65-75cm
45-90kg beim Weibchen bzw.
55-100kg beim Männchen

Fellzeichnung
Jaguare haben kurzes, dichtes Fell, dessen Farbe von gold-gelb bis goldbraun reicht. (Abhängig vom Lebensraum). Die Charakteristische Fellzeichnung des Jaguars sind die rosettenförmigen, schwarzen Flecken. Das Fell an Unterseite und Gesicht ist aufgehellt. Aber auch beim Jaguar gibt es Ausnahmen: Den schwarzen Jaguar. Hierbei handelt es sich um eine Farbmutante, also keine eigene Unterart des Jaguars. Die schwarze Fellfärbung wird rezessiv vererbt. Das heißt, dass die Eltern nicht ebenfalls schwarze Jaguare sein mussten.

Auch ein schwarzer Jaguar hat noch seine typischen rosettenförmigen Flecken.

Sinnesorgane
Die Augen des Jaguars sind nach vorne gerichtet, so dass sie durch die Überschneidung der Sehfelder, Entfernungen sehr gut einschätzen können. Für die Jagd ist dies lebensnotwendig. Wie alle Katzen kann der Jaguar durch eine lichtreflektierende Schicht in der Netzhaut, auch nachts hervorragend sehen. Die Ohren dienen der Orientierung. Durch ihre Beweglichkeit ermöglichen sie ein ausgeprägtes räumliches Hören. Der Geruchssinn spielt bei der Orientierung, der Reviermarkierung und der Paarung eine bedeutende Rolle. Die empfindlichen Schnurrhaare des Jaguars (lange Schnurrhaare unter der Nase und 2-3 Haare über den Augen) dienen ebenfalls der Orientierung.
Lebensweise
Jaguare sind Einzelgänger und setzen alles daran, Kontakt mit Artgenossen zu vermeiden. Aus diesem Grund haben sie ein ausgeprägtes Revierverhalten: Sie markieren auffällige Orte mit Harn und Kratzspuren. Treffen zwei Jaguare dennoch aufeinander, kommt es zu erst zu Drohgebärden. Wenn das nicht hilft einen Kontrahenten in die Flucht zu schlagen, kommt es ,wenn auch selten, zu meist tödlichen Auseinandersetzungen. Männchen und Weibchen dulden sich nur während der Paarungszeit. Das Territorium eines Jaguars hat, je nach Verfügbarkeit von Beutetieren, eine Größe von 30km² bis 500km².

Paarungsverhalten
Über das Paarungsverhalten des Jaguars ist noch wenig bekannt. Fakt ist, dass es keine festgelegte Paarungszeit gibt. Paarungen finden das ganze Jahr über statt. Das Weibchen bestimmt dabei den Partner und die Zeit der Paarung.
Jungenaufzucht
Nach einer Tragzeit von ca.100 Tagen werden 1-4 Junge geboren. Diese werden 2 Monate lang gesäugt, bevor sie entwöhnt werden. Nach 6 Monaten beginnen die Jungen selbst zu jagen. Nach 3 - 4 Jahren sind sie paarungsbereit. Die Mutter wird wieder paarungsbereit, wenn ihre Jungen sie verlassen (nach ca. 2 Jahren).
Jagdverhalten
Über die Jagdgewohnheiten des Jaguars ist leider nicht viel bekannt, da er nicht nur recht selten geworden ist, sondern durch seine exzellente Tarnung im Dickicht des Regenwaldes verborgen ist. Seine Hauptnahrung dürfte aus Fischen, Schildkröten, Tapiren, Wildschweinen und Affen bestehen. Aber es wahrscheinlich, das er praktisch alles Jagt, was in seinem Revier vorhanden ist. Es ist auch bekannt, dass der Jaguar ein ausgesprochen starkes Gebiss hat und ihre Beute oftmals töten, indem sie ihnen den Schädelknochen aufbrechen Er hat bis auf dem Menschen keine natürlichen Feinde.
Wissenswertes / Sonstiges
Der Name „Jaguar“ leitet sich von der Bezeichnung „Jag War“ ab. So nennen ihn nämlich die Eingeborenen Süd-Amerikas. Er bedeutet so viel wie „Der im Fliegen jagt“
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