Lebensraum Der Wüstenluchs, wie der Karakal auch genannt wird, ist in trockenen Steppen, Halbwüsten, Trockenwäldern und Dornbuschsavannen Afrikas, Arabiens und Vorderasiens zu Hause. Echte Wüsten und zu feuchte Gebiete meidet er jedoch, weshalb der Name 'Wüstenluchs' auch mit Vorsicht benutzt werden sollte. Unterarten Afrika
Größe / Gewicht
Fellzeichnung Die Fellfarbe des Karakals variiert je nach Lebensraum von blass rotbraun bis hin zu sandbraun oder auch ziegelrot. Die Rückseiten seiner Ohren sind schwarz, ebenso die typischen "Ohrpinsel", die eine Länge von etwa fünf Zentimetern aufweisen. Der Name des Karakal ist übrigens auf dieses Merkmal zurückzuführen. Er leitet sich vom türkischen 'Garah gulak' ab, was soviel wie 'Schwarzohr' bedeutet. Paarungsverhalten Die Fortpflanzung der Karakals findet nicht überall im riesenhaften Verbreitungsgebiet zur selben Zeit statt, sondern richtet sich nach den örtlichen - hauptsächlich des Klimas und Untergrunds wegen unterschiedlichen - Gegebenheiten. Überall erfolgen die Geburten jedoch in einer Jahreszeit, in welcher die Dichte der Beutetierbestände besonders hoch und somit die Nahrungsbeschaffung für die Weibchen während der Jungenaufzucht verhältnismässig einfach ist. Jungenaufzucht Die Tragzeit liegt bei etwa achtzig Tagen, und es werden gewöhnlich ein bis drei, seltener vier Junge je Wurf geboren. Als Wurfplatz wählt das Weibchen eine Felsnische, einen hohlen Baumstamm oder ein anderes sicheres Versteck. Die neugeborenen Karakals sind anfänglich völlig hilflose, blinde 250-Gramm-Bündel. Etwa am zehnten Lebenstag öffnen sich ihre Augen, und mit ungefähr einem Monat erscheinen die Milchzähne. In diesem Alter beginnen sie, feste Nahrung zu sich zu nehmen, die ihnen die Mutter zuträgt. Mit sechs bis sieben Monaten unternehmen sie dann ihre ersten Jagdversuche, anfänglich allerdings ziemlich erfolglos. Noch bis zum Alter von etwa einem Jahr bleiben sie mit ihrer Mutter zusammen, und erst mit ungefähr zwei Jahren sind sie vollständig ausgewachsen. Jagdverhalten Wie die meisten Katzen geht der Karakal hauptsächlich nachts auf Jagd. Das Spektrum seiner Beutetiere ist sehr breitgefächert und reicht von Nagetieren und anderen Kleinsäugern über Vögel aller Art bis hin zu Schliefern und kleineren Antilopen. Überall in seinem Verbreitungsgebiet steht der Karakal im Ruf eines für seine Grösse besonders wilden, unerschrockenen Räubers. Auf Suaheli beispielsweise heisst er deshalb Simba mangu («Kleiner Löwe») oder auch Simba kali («Grimmiger Löwe»). Wissenswertes
- Im Orient und in Indien wurde der Karakal häufig zur Jagd auf Antilopen, Hasen und Vögel abgerichtet. - Der Karakal hat kaum natürliche Feinde. Allerdings wurden 1981 allein Namibia ca. 3000 dieser schönen Tiere von Farmern als "Viehdieb" getötet. | ||||||||||
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