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Warum in einem Film der "König der Löwen - Triology" ein Erdmännchen und ein Warzenschwein die Hauptrolle spielen ist mir ein Rätsel.
Statt auf Altbewährtes zu setzen und den Löwenkönig Simba in den Vordergrund zu stellen, greift man im dritten Teil auf zwei Witzfiguren zurück. Zweifelsohne waren Timon und Pumbaa in den vorangegangenen Filmen das sprichwörtliche "Salz in der Suppe", doch als Alleinunterhalter wirken sie ein wenig zu fade. Daran kann auch die zahlreiche Verwandtschaft Timons nichts ändern, die eigentlich das einzig wirklich neue repräsentiert. Denn der Rest des Films ist ein liebloser Abklatsch des ersten Teils.
Eigentlich soll der dritte Teil ja ein wenig die Geschichte von Timon und Pumbaa erzählen und man erfährt beispielsweise auch, wie unzufrieden Timon mit seinem Erdmännchenleben unter der Erde war, wie er das Abenteuer suchte, Pumbaa fand und wie beide die Lebensphilosophie "Hakuna Matata" für sich entdeckten. Doch dabei wird auch viel der Atmosphäre des ersten Teils in Mitleidenschaft gezogen. So auch einer der dramatischsten und traurigsten Momente des ersten Teils. Während in diesem Mufasa seinem Sohn Simba das Leben rettet, aber selbst von Scar getötet wird, haben Timon und Pumbaa zur selben Zeit und an fast dem selben Ort nichts besseres zu tun als in bester Slapstick-Manier in eben diese Gnuherde hineinzugeraten - alles in der Absicht irgendwie witzig beim Publikum anzukommen.
Doch dann: Die ersten Takte von "Can you feel the love tonight" erklingen während sich Simba und Nala einander näherkommen. Sollte doch noch echte "König-der-Löwen-Stimmung" aufkommen?
... SCHNITT ...
...Oh ich vergaß zu erwähnen, das Timon und Pumbaa die Ereignisse ihrer Daseinsgeschichte Revue passieren lassen und dabei gerne mal mit der Fernbedienung rumspielen um so den Zuschauer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Wie zum Beispiel jetzt eben der Fall. Wie soll man da bitte schön noch ins Träumen kommen?
Fazit: Es fehlt an Dramatik, Gefühlen und Spannung. Wohl nicht ganz umsonst betitelt sich der Film in der US-Amerikanischen Version deshalb selbst als "König der Löwen 1 ½". Frei übersetzt: Man nehme den ersten Teil und reduziere den Unterhaltungswert auf unter die Hälfe.
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